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Mindestlohn - Was er für Ihr Unternehmen bedeutet

29Jan

Start ups und Existenzgründer nutzen zur Bewältigung ihrer vielfältiger Aufgaben gerne die Möglichkeit, mit geringfügig (450 €-Kräfte) bzw. kurzfristig Beschäftigte (bis zu 70 Arbeitstage/Kalenderjahr) Stoßzeiten in der Arbeit abzudecken bzw. erstere sogar dauerhaft für Hilfstätigkeiten einzusetzen. Ab dem 01. Januar 2015 gilt für alle Arbeitnehmer, aber insbesondere auch für den Mitarbeiterkreis der geringfügig Beschäftigten aufgrund des Mindestlohngesetzes (MiLoG) in Deutschland ein flächendeckender Mindestlohn von 8,50 € pro Arbeitsstunde.

Daher besteht bei dieser Personengruppe bis zum Jahresende aus den nachfolgenden Gründen Prüfungs- bzw. ggf. auch Handlungsbedarf, den Unternehmerinnen und Unternehmen beachten sollten: Dokumentationspflichten in verschiedenen Branchen sowie insbesondere bei allen geringfügig- bzw. kurzfristig Beschäftigten gilt eine Aufzeichnungspflicht über Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit. Diese muss bis 7 Tage nach der Arbeitsleistung erstellt werden. Vertragsanpassung Wurde mit dem Mini-Jobber ein Stundenlohn unter 8,50 € vereinbart, besteht Anpassungspflicht. Gerade die Verträge der Mini-Jobber sollten daher bis Ende 2014 überprüft und nach Rücksprache mit dem Arbeitnehmer ggf. angepasst werden. Um die 450 €-Grenze nicht zu überschreiten, muss evtl. die Stundenzahl einvernehmlich reduziert werden. Kontrolle und Rechtsfolgen des Mindestlohngesetzes Die Kontrolle der Einhaltung erfolgt durch Behörden der Zollverwaltung. Unabhängig davon wird eine Hotline eingerichtet, bei der mögliche Verstöße anonym gemeldet werden können. Die Nichtzahlung von Mindestlohn kann mit Bußgeldern bis zu 500.000 € geahndet werden. Die Nichtduldung von Prüfungen durch den Zoll oder die nicht ordnungsgemäße Dokumentation mit Bußgeldern bis 30.000 €. Bei Unterschreitung des Mindestlohns kann der Arbeitnehmer den Differenzbetrag im Rahmen der Verjährungsfristen einklagen. Rentenversicherer können im Rahmen des Entstehungsprinzips die Sozialversicherungsbeiträge sowie ggf. Säumniszuschläge und Zinsen nachfordern, unabhängig davon, ob der Mindestlohn geltend gemacht wurde.